Fragen zur Entscheidung

Soll ich der KI folgen, wenn mein Gefühl dagegen ist?

Weder blind folgen noch blind ablehnen. Lassen Sie die KI rechnen. Nehmen Sie das Gefühl dagegen als Hinweis, dass in den Daten etwas fehlen könnte, und prüfen Sie genau diesen Punkt, bevor Sie unterschreiben. Die Verantwortung für die Unterschrift trägt kein Algorithmus.

Warum das so ist

Hans W. Deckers beschreibt in Kapitel 11 von „KLARHEIT abrufen. Entscheiden in dünner Luft“ eine Erfahrung, die fast jeder kennt. Sie fragen eine KI etwas aus Ihrem Fachgebiet. Die Antwort kommt in Sekunden. Ausführlich, logisch, plausibel. Und irgendetwas in Ihnen sagt: Das stimmt nicht. Sie haken nach, und die Maschine räumt ein, sich geirrt zu haben.

Woher wussten Sie es? Entweder war das Wissen abrufbar, oder Ihre unbewusste Mustererkennung war schneller als jede bewusste Analyse. Das Default Mode Network hat die Inkonsistenz erkannt, bevor Ihr Verstand sie benennen konnte. Die KI hat keinen solchen Empfänger. Sie kann brillant klingen, aber nicht spüren, dass sie falsch liegt.

Die Frage ist: Hören Sie noch auf das Kratzen?KLARHEIT abrufen, S. 115

Dazu kommt die Illusion der Präzision. Eine Erfolgswahrscheinlichkeit mit Nachkommastelle wirkt verlässlicher als ein Unbehagen, das sich nicht begründen lässt. Fehlt die entscheidende Variable, rechnet die Maschine präzise am Falschen vorbei.

Aber Vorsicht. Kapitel 4 zeigt die andere Seite: Unter Druck fühlen sich echte Intuition und Wunschdenken identisch an. Ein Gefühl ist deshalb kein Urteil, sondern ein Auftrag zur Prüfung.

Das Buch beschreibt deshalb eine klare Arbeitsteilung. Lassen Sie die KI analysieren. Sie ist unermüdlich, präzise und schnell. Hören Sie danach auf Ihren eigenen Empfänger. Was er meldet, ist oft das, was nicht in Daten existiert: Gerüchte in der Branche, Stimmungen, das, was Leute nicht sagen. Die Frage ist nicht KI oder Intuition. Die Frage ist, ob die Präzision der Maschine Ihr eigenes Signal übertönt.

Das Wissen ist da. Der Zugang ist verschüttet. Das passiert vor allem dann, wenn Sie dem eigenen Signal weniger zutrauen als einer Zahl.

Eine Fabrik, die zu perfekt aussah

Stefan Brenner führt ein mittelständisches Unternehmen. Er steht vor einer Expansion nach China. Die KI hat analysiert und gibt eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit aus. Sein Sohn, BWL und Data Analytics, hält die Zahlen für eindeutig.

Stefan hat Zweifel. Beim Videocall wirkt die Fabrik des chinesischen Lieferanten seltsam. Zu perfekt. Keine Arbeiter im Hintergrund. Alles arrangiert. Sein Magen zieht sich zusammen.

Aber er sagt sich: Du bist altmodisch. Du verstehst die neue Welt nicht.

Also unterschreibt er. Gegen seine Intuition. Für die Daten.

Was danach geschah und wie ein Vorstand in derselben Stadt in fast derselben Lage anders handelte, steht in Kapitel 11 von „KLARHEIT abrufen. Entscheiden in dünner Luft“.

Was Sie jetzt tun können

Schreiben Sie in einem einzigen Satz auf, was Sie an der Empfehlung stört, so konkret wie möglich. Nicht „ich habe ein ungutes Gefühl“, sondern „der Partner hat auf meine Frage zu schnell gelächelt“. Dann beauftragen Sie genau diese eine Prüfung, mit Menschen, die nicht in der Datenbank stehen. Hält der Punkt der Prüfung stand, folgen Sie der Empfehlung mit gutem Gewissen. Hält er nicht stand, haben Sie etwas gefunden, das kein Modell gefunden hätte.

Wenn eine solche Entscheidung auf Ihrem Tisch liegt, arbeitet Hans W. Deckers, Entwickler des Decision Clarity Process, im Entscheidungs-Sparring mit Ihnen daran: ein Mandat pro Entscheidung.

Die Hintergründe stehen in „KLARHEIT abrufen. Entscheiden in dünner Luft“. Käufer erhalten 24 kapitelbezogene Begleitmaterialien kostenfrei, Zugang im Buch. Die grundsätzliche Frage beantwortet der Beitrag Ersetzt künstliche Intelligenz die Intuition von Führungskräften?

Häufige Fragen

Ist mein Gefühl gegen die KI nicht einfach Skepsis gegenüber Technik?

Das kann sein. Deshalb gilt: prüfen statt glauben. Was genau stört Sie, und lässt sich das außerhalb der Daten klären?

Kann die KI prüfen, ob mein Gefühl recht hat?

Sie kann vermessen, was in Daten steht, etwa die Dauer eines Lächelns. Die Absicht dahinter kann sie nicht lesen.

Hans W. Deckers, Autor von KLARHEIT abrufen und Entwickler des Decision Clarity Process

Der Autor

Hans W. Deckers hat über drei Jahrzehnte unternehmerische Verantwortung getragen, auch durch eine Konzernkrise mit Insolvenz und Inhaberwechsel. Er ist Autor von „KLARHEIT abrufen. Entscheiden in dünner Luft“ und Entwickler des Decision Clarity Process, eines praxisorientierten Sieben-Schritt-Prozesses für Entscheidungsklarheit unter Druck.

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