Fragen zur Entscheidung

Coaching oder Sparring: Was brauche ich für eine schwere Entscheidung?

Für eine konkrete, schwere Entscheidung brauchen Sie kein offenes Coaching, sondern ein klar begrenztes Sparring: ein Mandat für genau diese eine Entscheidung. Das Ziel ist eine belastbare, nachvollziehbare Entscheidung. Nicht Persönlichkeitsentwicklung, nicht laufende Begleitung.

Worin der Unterschied liegt

Coaching ist in der Regel offen angelegt. Es begleitet Menschen über eine Zeit, oft mit wechselnden Themen. Das kann sinnvoll sein. Für eine einzelne Entscheidung unter Druck ist es meist nicht das Passende.

Entscheidungs-Sparring nach dem Decision Clarity Process hat einen festen Gegenstand und einen festen Weg. Gegenstand ist immer eine konkrete Entscheidung. Der Weg hat sieben Schritte: Klärung, Setting, Diagnose als Analyse der Entscheidungslage, Hemmnisse lösen, Intuitionszugang, Realitätscheck, Verankerung. Wenn die Entscheidung gefallen und verankert ist, endet das Mandat.

Hans W. Deckers beschreibt in Kapitel 17 von „KLARHEIT abrufen“, warum ein Blick von außen manchmal nötig ist. Manches sehen Sie nicht, weil Sie durch es hindurchschauen. Wie einen Fleck auf der eigenen Brille.

Sparring heißt außerdem: Der Gegenstand steht fest, bevor es losgeht. Nicht „Soll ich mein Leben ändern?“, sondern „Soll ich dieses Angebot bis Freitag annehmen?“ Je konkreter die Frage, desto klarer die Antwort.

Ein Sparringspartner widerspricht, fragt nach und hält die Frage fest, wenn sie auszuweichen droht. Die Entscheidung übernimmt er nicht. Sie bleibt bei Ihnen.

Kapitel 1 benennt, was in festgefahrenen Lagen weiterhilft: nicht mehr Information, sondern weniger Rauschen. Der Zugang zur eigenen Klarheit muss wieder frei werden. Genau darauf ist ein Sparring ausgerichtet. Es liefert keine Antwort von außen. Es arbeitet an der Entscheidung, bis die eigene Antwort erreichbar ist.

Am Ende steht kein gutes Gefühl, sondern ein konkreter nächster Schritt. Im siebten Schritt, der Verankerung, wird er festgelegt. Er erfolgt innerhalb von 48 Stunden.

Und Kapitel 15 nennt die Grenze in die andere Richtung. Fehlen Ihnen Fakten, etwa juristische, brauchen Sie keinen Sparringspartner, sondern einen Experten für dieses Fach.

Sechs Monate Szenarien

Ein CEO steht vor einer strategischen Entscheidung. Sechs Monate lang kann er keine Richtung einschlagen. Keine einzige.

An Information fehlt es nicht. Jede Option ist analysiert. Drei Szenarien, fünf, zehn. Sensitivitätsanalysen, Simulationen, Was-wäre-wenn-Modelle für jede denkbare Wendung. Und jede Analyse zeigt dasselbe: Es könnte schiefgehen. Irgendwo. Irgendwie.

Die Konkurrenz zieht vorbei. Im Team wird nicht mehr widersprochen, nur noch genickt. Die Besten aktualisieren ihre Profile.

Dann bekommt er eine einfache Frage gestellt.

Welche Frage das war, was er antwortete und warum er trotzdem nicht handelte, steht in Kapitel 1 von „KLARHEIT abrufen“.

Was Sie jetzt tun können

Prüfen Sie, ob Sie überhaupt ein Sparring brauchen. Beantworten Sie dazu schriftlich die Frage aus dem ersten Schritt, der Klärung: „Fehlen noch Fakten, die das Ergebnis objektiv verändern würden?“

Lautet die Antwort Ja, holen Sie diese Fakten bei einem Fachmann. Lautet sie Nein und kauen Sie trotzdem seit Wochen dieselben Argumente durch, fehlt Ihnen keine Information. Dann gilt, was der Decision Clarity Process beschreibt: ein strukturierter Entscheidungsprozess für den Fall, dass Fakten, Erfahrung und Analyse vorliegen und die Entscheidung trotzdem nicht fällt. Die Klarheit ist da. Das Wissen ist da. Die Erfahrung ist da. Was den Unterschied macht: ob jemand seine eigene Klarheit im entscheidenden Moment erreicht und ihr vertraut.

Hans W. Deckers, Entwickler des Decision Clarity Process, bietet Entscheidungs-Sparring an: ein Mandat pro Entscheidung, sieben feste Schritte, kein Coaching. Wer zuerst selbst arbeiten will, beginnt mit dem Buch. Käufer erhalten 24 kapitelbezogene Begleitmaterialien kostenfrei, Zugang im Buch.

Weiterlesen: Was ist der Decision Clarity Process?

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Entscheidungs-Sparring?

Ein Sparring ist ein Mandat für genau eine Entscheidung. Es endet, wenn diese Entscheidung gefallen und verankert ist, nicht als laufende Begleitung.

Brauche ich ein Sparring, wenn mir Fachwissen fehlt?

Nein. Fehlen juristische, steuerliche oder technische Fakten, brauchen Sie einen Experten für dieses Fach. Sparring setzt an, wenn die Fakten vorliegen und die Entscheidung trotzdem nicht fällt.

Hans W. Deckers, Autor von KLARHEIT abrufen und Entwickler des Decision Clarity Process

Der Autor

Hans W. Deckers hat über drei Jahrzehnte unternehmerische Verantwortung getragen, auch durch eine Konzernkrise mit Insolvenz und Inhaberwechsel. Er ist Autor von „KLARHEIT abrufen. Entscheiden in dünner Luft“ und Entwickler des Decision Clarity Process, eines praxisorientierten Sieben-Schritt-Prozesses für Entscheidungsklarheit unter Druck.

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